Balkonkraftwerk Erweiterung für maximale Leistung
Die Steigerung der eigenen Energieunabhängigkeit ist für viele Haushalte ein wichtiges Ziel geworden. Gerade Besitzer von Mini-PV-Anlagen stellen sich nach den ersten positiven Erfahrungen oft die Frage: Wie kann ich mein bestehendes Balkonkraftwerk erweitern und noch mehr Solarstrom erzeugen? In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten zur Balkonkraftwerk Erweiterung – von zusätzlichen Modulen über leistungsstärkere Wechselrichter bis hin zur Integration von Speicherlösungen.
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Warum eine Balkonkraftwerk Erweiterung sinnvoll ist
Wer bereits ein Balkonkraftwerk betreibt, hat die Vorteile der eigenen Stromerzeugung kennengelernt: Einsparungen bei der Stromrechnung, ein Beitrag zum Klimaschutz und ein Stück Unabhängigkeit vom Strommarkt. Eine Balkonkraftwerk Erweiterung kann diese Vorteile noch verstärken. Mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist seit Januar 2023 die Anmeldung von steckerfertigen Solaranlagen mit bis zu 800 Watt möglich – früher lag die Grenze bei 600 Watt.
Diese Erhöhung der Einspeisegrenze bietet die perfekte Gelegenheit, bestehende Anlagen aufzurüsten und mehr Solarstrom für den Eigenverbrauch zu erzeugen. Doch die Erweiterungsmöglichkeiten gehen über die bloße Leistungssteigerung hinaus – auch die Integration von Speicherlösungen wird immer interessanter.
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Modulerweiterung: Mehr Fläche für mehr Ertrag
Der naheliegendste Ansatz zur Erweiterung Ihres Balkonkraftwerks ist die Installation zusätzlicher Solarmodule. Hier sollten Sie zunächst prüfen, ob Ihr vorhandener Wechselrichter die zusätzliche Leistung verkraftet. Viele der im Handel erhältlichen Wechselrichter sind bereits auf die neue 800-Watt-Grenze ausgelegt oder lassen sich per Software-Update entsprechend anpassen.
Bei der Balkonkraftwerk Erweiterung mit zusätzlichen Modulen sollten Sie folgende Aspekte beachten:
- Kompatibilität: Neue Module sollten idealerweise die gleichen elektrischen Eigenschaften wie die vorhandenen haben, besonders wenn sie in Reihe geschaltet werden.
- Montagefläche: Prüfen Sie, ob genügend geeignete Fläche für weitere Module zur Verfügung steht.
- Ausrichtung: Manchmal kann es sinnvoller sein, neue Module in einer anderen Ausrichtung zu installieren, um die Erzeugungskurve über den Tag zu verbreitern.
Ein beliebtes Setup ist die Kombination von ost- und westausgerichteten Modulen, die morgens und abends – also genau dann, wenn viele Haushalte Strom verbrauchen – mehr Energie liefern als eine reine Südausrichtung. Hochwertige Solarmodul Erweiterungssets bieten oft bereits die passenden Montagematerialien und Anschlusskabel.
Wechselrichter-Upgrade für mehr Leistung
Die Herzstück-Komponente bei der Balkonkraftwerk Erweiterung ist der Wechselrichter. Wenn Sie Ihr System deutlich erweitern möchten, kann ein Austausch des bestehenden Wechselrichters gegen ein leistungsstärkeres Modell erforderlich sein. Moderne Wechselrichter für Balkonkraftwerke bieten oft zusätzliche Funktionen wie:
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Seit der Anhebung der Einspeisegrenze auf 800 Watt sind zahlreiche Modelle mit entsprechender Leistungsfähigkeit auf den Markt gekommen. Bei der Auswahl sollten Sie auf folgende Merkmale achten:
- WLAN-Anbindung für die Überwachung der Anlage
- Mehrere MPP-Tracker für verschiedene Modulstrings
- Kompatibilität mit Speicherlösungen
- Zukunftssicherheit durch Update-Fähigkeit
Ein Wechselrichter mit mehreren MPP-Trackern (Maximum Power Point Tracker) kann unterschiedlich ausgerichtete Modulgruppen unabhängig voneinander optimal steuern. Dies maximiert den Ertrag bei komplexeren Anlagensetups erheblich.
In unserem Artikel Herzstück autarker Solarenergie richtig einsetzen finden Sie weitere wertvolle Informationen zur Auswahl des passenden Ladereglers für Ihre erweiterte Solaranlage.
Speicherlösungen integrieren: Sonne für später aufbewahren
Die wohl effektivste Erweiterung Ihres Balkonkraftwerks ist die Integration eines Speichers. Damit können Sie den tagsüber erzeugten Solarstrom auch abends und nachts nutzen – die Eigenverbrauchsquote lässt sich so deutlich steigern.
Für Balkonkraftwerke gibt es inzwischen spezialisierte Balkonkraftwerk Speicher, die sich einfach in das bestehende System integrieren lassen. Diese Speicherlösungen bestehen typischerweise aus:
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- Batterieeinheit: Meist auf Lithium-Ionen-Basis mit Kapazitäten von 1-5 kWh
- Ladesteuerung: Regelt das optimale Laden und Entladen der Batterie
- Wechselrichter: Wandelt den gespeicherten Gleichstrom wieder in nutzbaren Wechselstrom um
Bei der Auswahl einer Balkonkraftwerk Erweiterung durch Speicher sollten Sie auf die Skalierbarkeit achten. Einige Systeme erlauben es, mit einer kleinen Batterie zu beginnen und diese später bei Bedarf zu erweitern. Dies ist besonders für Einsteiger interessant, die das Konzept erst testen möchten.
Detaillierte Informationen zur Speichererweiterung von Solaranlagen finden Sie in unserem Artikel Mehr Speicherplatz für Solarstrom nutzen.
Intelligente Energiemanagement-Systeme für optimierte Nutzung
Um das volle Potenzial einer erweiterten Balkonkraftwerk-Anlage auszuschöpfen, kann die Integration eines Energiemanagement-Systems sinnvoll sein. Diese Systeme überwachen die Stromerzeugung und den Verbrauch in Echtzeit und steuern die verfügbare Energie intelligent. So können beispielsweise Haushaltsgeräte automatisch dann eingeschaltet werden, wenn Solarstrom verfügbar ist.
Moderne Managementsysteme bieten zudem:
- Visualisierung von Erzeugung und Verbrauch über Smartphone-Apps
- Prognosebasierte Steuerung basierend auf Wettervorhersagen
- Intelligente Ladepläne für angeschlossene Speicher
- Möglichkeit zur Einbindung in Smart-Home-Systeme
Diese Komponenten erhöhen nicht nur den Komfort, sondern maximieren auch die Wirtschaftlichkeit Ihrer Balkonkraftwerk Erweiterung durch eine optimierte Nutzung des selbst erzeugten Stroms.
Rechtliche Rahmenbedingungen bei der Erweiterung beachten
Bei jeder Erweiterung Ihres Balkonkraftwerks müssen Sie die aktuellen rechtlichen Bestimmungen im Auge behalten. Mit der Anhebung der Bagatellgrenze auf 800 Watt seit 2023 ist mehr Spielraum für Erweiterungen vorhanden. Dennoch gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:
Anmeldung: Jedes Balkonkraftwerk muss im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Bei einer signifikanten Erweiterung sollten Sie Ihre Anmeldung aktualisieren.
Einspeisegrenze: Die maximale Einspeiseleistung von 800 Watt (AC-seitig) darf nicht überschritten werden. Viele neue Wechselrichter sind auf diese Grenze werkseitig eingestellt oder lassen sich entsprechend konfigurieren.
Zählersituation: Wenn Ihr Stromzähler bei der Einspeisung rückwärts läuft, sollten Sie Ihren Netzbetreiber informieren. In vielen Fällen wird der Zähler dann gegen einen modernen, rücklaufsicheren Zähler getauscht.
Vermieter/WEG: Bei Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen sollten Sie die Erweiterung mit Vermieter oder Eigentümergemeinschaft abstimmen, besonders wenn zusätzliche Module an der Fassade oder auf Gemeinschaftsflächen installiert werden sollen.
Wirtschaftlichkeit und Amortisation nach der Erweiterung
Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit ist bei jeder Balkonkraftwerk Erweiterung zentral. Die Investitionskosten variieren je nach gewählter Lösung:
- Zusätzliche Solarmodule: ca. 100-200 € pro 400 Wp-Modul
- Leistungsfähigerer Wechselrichter: ca. 250-500 €
- Speicherlösung: ab ca. 500 € für kleine Systeme bis mehrere tausend Euro für größere Kapazitäten
Die Amortisationszeit hängt stark von Ihrem individuellen Nutzungsverhalten ab. Haushalte, die einen großen Teil des erzeugten Stroms direkt verbrauchen können, profitieren am meisten. Mit aktuellen Strompreisen von über 30 Cent pro kWh und weiter steigender Tendenz verbessert sich die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen kontinuierlich.
Bei einer typischen Balkonkraftwerk Erweiterung von 600 auf 800 Watt kann je nach Standort mit einer zusätzlichen jährlichen Erzeugung von 150-200 kWh gerechnet werden. Bei einem Eigenverbrauchsanteil von 70% und aktuellen Strompreisen entspricht dies einer Einsparung von 30-40 € pro Jahr.
Eine Speicherlösung erhöht zwar die Investitionskosten deutlich, kann aber den Eigenverbrauchsanteil auf über 90% steigern. Besonders attraktiv werden solche Systeme für Haushalte mit hohem Stromverbrauch in den Morgen- und Abendstunden.
Fazit: Schritt für Schritt zum erweiterten Solarsystem
Eine Balkonkraftwerk Erweiterung bietet vielfältige Möglichkeiten, mehr aus Ihrer bestehenden Anlage herauszuholen. Von der einfachen Ergänzung weiterer Module über leistungsfähigere Wechselrichter bis hin zu komplexen Speicherlösungen – für jedes Bedürfnis und Budget gibt es passende Optionen.
Unser Rat: Beginnen Sie mit einer gründlichen Analyse Ihres aktuellen Stromverbrauchs und der Erzeugungsprofile Ihrer bestehenden Anlage. Auf dieser Basis können Sie dann entscheiden, welche Erweiterung den größten Nutzen verspricht. Viele Anbieter bieten inzwischen modulare Systeme, die ein schrittweises Erweitern erlauben.
Mit jeder Kilowattstunde selbst erzeugtem und genutztem Solarstrom schonen Sie nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Die kontinuierlich sinkenden Preise für Solarkomponenten und die steigenden Strompreise machen die Investition in eine Balkonkraftwerk Erweiterung zu einer sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvollen Entscheidung.
+ Wie kann ich mein bestehendes 600-Watt-Balkonkraftwerk auf 800 Watt erweitern?
Die Erweiterung von 600 auf 800 Watt ist seit 2023 besonders attraktiv und kann auf zwei Wegen erfolgen: Entweder Sie ergänzen Ihre bestehende Anlage um zusätzliche Solarmodule oder Sie tauschen Ihren alten Wechselrichter gegen einen 800-Watt-Wechselrichter aus.
Die einfachste Lösung: Prüfen Sie zunächst, ob Ihr vorhandener Wechselrichter per Software-Update auf 800 Watt aufgerüstet werden kann. Falls ja, benötigen Sie nur ein weiteres 200-Watt-Modul. Achten Sie dabei auf die Kompatibilität mit Ihren bestehenden Modulen – idealerweise sollten Spannung und Leistung ähnlich sein.
Falls Ihr Wechselrichter nicht upgradefähig ist, empfiehlt sich ein kompletter Austausch gegen ein modernes Gerät mit WLAN-Funktion für die Überwachung. Die Investition liegt bei etwa 250-500 Euro, bringt aber zusätzlich 150-200 kWh pro Jahr, was bei aktuellen Strompreisen rund 30-40 Euro jährlich einspart. Vergessen Sie nicht, die Änderung im Marktstammdatenregister anzumelden!
+ Welche Solarmodule eignen sich am besten für die Erweiterung meines Balkonkraftwerks?
Für die Erweiterung Ihres Balkonkraftwerks sollten Sie 400-Watt-Module bevorzugen – sie bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und passen perfekt zur 800-Watt-Grenze.
Wichtige Auswahlkriterien:
- Elektrische Kompatibilität: Die Spannung (Voc) und Stromstärke (Isc) sollten zu Ihren bestehenden Modulen passen, besonders bei Reihenschaltung
- Abmessungen: Standard-Module sind etwa 170 x 110 cm – messen Sie Ihre verfügbare Fläche genau aus
- Leistungsgarantie: Achten Sie auf mindestens 25 Jahre Leistungsgarantie
Ein cleverer Ansatz: Installieren Sie neue Module in einer anderen Ausrichtung als die bestehenden. Wenn Ihre bisherigen Module nach Süden zeigen, können ost- oder westausgerichtete Module die Stromproduktion in den Morgen- und Abendstunden steigern – genau dann, wenn Sie den Strom typischerweise auch verbrauchen. Dafür benötigen Sie dann allerdings einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern.
+ Lohnt sich ein Batteriespeicher für mein erweitertes Balkonkraftwerk?
Ein Batteriespeicher für Balkonkraftwerke lohnt sich besonders, wenn Sie tagsüber wenig zu Hause sind und den meisten Strom abends verbrauchen. Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote oft nur bei 30-40%, mit Speicher können Sie auf über 90% kommen.
Die Wirtschaftlichkeit hängt von Ihrem Nutzungsprofil ab: Verbrauchen Sie täglich 10 kWh, wovon 3 kWh direkt von Ihrer 800-Watt-Anlage kommen und 4 kWh aus dem Speicher abends genutzt werden, sparen Sie bei 35 Cent/kWh etwa 900 Euro pro Jahr. Ein 2-kWh-Speicher kostet zwischen 800-1.500 Euro und amortisiert sich damit in 1-3 Jahren.
Achten Sie bei der Auswahl auf erweiterbare Systeme, bei denen Sie später zusätzliche Lithium-Batteriemodule nachrüsten können. Wichtig: Der Speicher sollte speziell für Balkonkraftwerke konzipiert sein und über eine integrierte intelligente Ladesteuerung verfügen.
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+ Was muss ich rechtlich beachten, wenn ich mein Balkonkraftwerk erweitere?
Bei der Erweiterung Ihres Balkonkraftwerks müssen Sie einige rechtliche Punkte beachten, aber keine Sorge – es ist wesentlich unkomplizierter als bei großen Solaranlagen.
Die wichtigsten rechtlichen Anforderungen:
- 800-Watt-Grenze: Seit 2023 dürfen Sie bis zu 800 Watt AC-Leistung einspeisen. Ihr Wechselrichter muss auf diese Grenze eingestellt sein, auch wenn Ihre Module mehr Leistung haben
- Anmeldung aktualisieren: Melden Sie die Änderung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur – das dauert online nur 10 Minuten
- Stromzähler prüfen: Alte Ferraris-Zähler mit Rücklaufsperre sind problematisch. Informieren Sie Ihren Netzbetreiber, der meist kostenlos einen modernen Zähler einbaut
- Vermieter/WEG: Informieren Sie Ihren Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft, besonders wenn Sie zusätzliche Montagelösungen an der Fassade installieren
Gut zu wissen: Balkonkraftwerke bis 800 Watt gelten als „Bagatellanlage“ und erfordern keine Elektrikergenehmigung. Sie dürfen diese selbst anschließen, sollten aber eine normgerechte Steckverbindung nutzen.
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+ Welcher Wechselrichter mit WLAN-Funktion ist für eine Balkonkraftwerk-Erweiterung empfehlenswert?
Ein Wechselrichter mit WLAN-Funktion ist bei einer Erweiterung besonders sinnvoll, da Sie damit Ihre Anlage jederzeit per Smartphone überwachen können. Die wichtigsten Funktionen, auf die Sie achten sollten:
Empfehlenswerte Features:
- Zwei MPP-Tracker: Unverzichtbar, wenn Sie Module in verschiedenen Ausrichtungen betreiben möchten. Mikrowechselrichter mit MPPT optimieren jeden Modulstring separat
- App-Anbindung: Zeigt Echtzeit-Erzeugung, Tagesertrag und Gesamtertrag übersichtlich an
- Update-Fähigkeit: Firmware-Updates per WLAN halten Ihr Gerät zukunftssicher
- Drosselung auf 800W: Muss werkseitig oder per Software einstellbar sein
Besonders praktisch sind Hoymiles- oder Deye-Wechselrichter, die bereits bewährte Monitoring-Apps mitbringen. Einige Modelle lassen sich sogar in bestehende Smart-Home-Systeme integrieren.
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+ Wie kann ich mit Ost-West-Modulen mehr Solarstrom zu den Verbrauchszeiten erzeugen?
Die Installation von Modulen in Ost-West-Ausrichtung ist ein cleverer Trick, um die Stromerzeugung genau dann zu maximieren, wenn Sie ihn auch brauchen – morgens und abends. Während südausgerichtete Module mittags ihre Spitzenleistung bringen (wenn viele im Büro sind), liefern Ost-West-Module eine gleichmäßigere Kurve über den Tag.
So funktioniert’s in der Praxis: Installieren Sie beispielsweise ein 400-Watt-Modul nach Osten (für die Morgenstunden) und ein zweites nach Westen (für den Abend). Das ostausgerichtete Modul startet bereits früh mit der Produktion, wenn Sie Kaffee kochen und frühstücken. Das westliche Modul läuft bis in die späten Abendstunden, wenn Sie kochen und Unterhaltungselektronik nutzen.
Wichtig: Für diese Konfiguration benötigen Sie zwingend einen Wechselrichter mit zwei unabhängigen MPP-Trackern. Diese optimieren jede Modulgruppe separat. Für die Befestigung eignen sich verstellbare Montagesysteme, mit denen Sie den Winkel optimal einstellen können. Der Eigenverbrauchsanteil steigt so oft von 40% auf über 60%!
+ Was kostet eine komplette Balkonkraftwerk-Erweiterung von 600 auf 800 Watt?
Die Kosten für die Erweiterung Ihres Balkonkraftwerks auf 800 Watt hängen stark davon ab, was Sie bereits haben und wie Sie erweitern möchten. Hier die typischen Kostenszenarien:
Variante 1 – Nur Module ergänzen (300-400 Euro):
Variante 2 – Wechselrichter austauschen (500-800 Euro):
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Variante 3 – Mit Speicher (1.500-2.500 Euro):
Die Amortisation liegt bei 4-8 Jahren, wobei Speicherlösungen länger brauchen, aber den höchsten Autarkiegrad bieten. Komplettsets zur Erweiterung sind oft günstiger als Einzelkomponenten.
+ Welches Energiemanagement-System eignet sich für mein erweitertes Balkonkraftwerk?
Ein Energiemanagement-System macht aus Ihrem erweiterten Balkonkraftwerk ein intelligentes Kraftwerk. Es überwacht in Echtzeit Erzeugung und Verbrauch und steuert Geräte so, dass Sie möglichst viel Solarstrom direkt nutzen.
Empfehlenswerte Systeme für Balkonkraftwerke:
- Shelly-Produkte: Shelly 3EM misst den Hausverbrauch und kann mit Shelly Plugs Verbraucher automatisch einschalten, wenn Solarüberschuss vorhanden ist (100-200 Euro)
- Tibber Pulse: Liest Ihren digitalen Stromzähler aus und zeigt Echtzeit-Verbrauch in einer App (50-100 Euro)
- Home Assistant: Open-Source-Lösung, die mit Smart-Home-Gateways und smarten Steckdosen funktioniert
Besonders clever: Kombinieren Sie das System mit WLAN-Steckdosen, um Waschmaschine, Geschirrspüler oder elektrische Heizungen automatisch bei Sonnenschein zu starten. Mit Wetterprognose-Integration können Sie sogar vorausschauend planen!
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+ Brauche ich neue Kabel und Stecker, wenn ich mein Balkonkraftwerk erweitere?
Ja, bei den meisten Erweiterungen benötigen Sie zusätzliche Solarkabel und MC4-Stecker. Die gute Nachricht: Diese Komponenten sind standardisiert und preiswert.
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Das brauchen Sie typischerweise:
- Bei Reihenschaltung: MC4-Verlängerungskabel (meist 5-10 Meter, je nach Abstand zwischen den Modulen) – Kosten: 15-30 Euro
- Bei Parallelschaltung: MC4-Y-Stecker (auch Branch-Connector genannt) für Plus und Minus – Kosten: 15-25 Euro pro Paar
- Für den Wechselrichter: Oft sind längere DC-Anschlusskabel nötig, wenn der neue Wechselrichter weiter entfernt montiert wird
Wichtige Qualitätsmerkmale: Achten Sie auf UV-beständige, wetterfeste Kabel mit ausreichendem Querschnitt (mindestens 4mm² bei längeren Distanzen 6mm²). Die MC4-Steckverbindungen sollten wasserdicht (IP67) sein. Falls Sie selbst Stecker crimpen möchten, benötigen Sie eine spezielle MC4-Crimpzange (30-50 Euro) – alternativ gibt es fertig konfektionierte Kabel.
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+ Wie viel mehr Strom erzeugt ein erweitertes 800-Watt-Balkonkraftwerk im Vergleich zu 600 Watt?
Ein auf 800 Watt erweitertes Balkonkraftwerk erzeugt etwa 30-35% mehr Strom als eine 600-Watt-Anlage – das entspricht ungefähr 200-250 kWh zusätzlich pro Jahr, abhängig von Ihrem Standort und der Ausrichtung der zusätzlichen Module.
Konkrete Zahlen für Deutschland:
- Süddeutschland (z.B. München, Stuttgart): 600W-Anlage ≈ 600-700 kWh/Jahr → 800W-Anlage ≈ 800-950 kWh/Jahr
- Mitteldeutschland (z.B. Frankfurt, Leipzig): 600W-Anlage ≈ 550-650 kWh/Jahr → 800W-Anlage ≈ 750-850 kWh/Jahr
- Norddeutschland (z.B. Hamburg, Bremen): 600W-Anlage ≈ 500-600 kWh/Jahr → 800W-Anlage ≈ 700-800 kWh/Jahr
Was bedeutet das finanziell? Bei einem Strompreis von 35 Cent/kWh und 70% Eigenverbrauchsanteil sparen Sie mit der Erweiterung zusätzlich 50-60 Euro pro Jahr. Kombiniert mit einem Batteriespeicher können Sie den Eigenverbrauch auf über 90% steigern und sparen dann sogar 70-80 Euro zusätzlich.
Tipp: Nutzen Sie einen Energiemesser oder einen Wechselrichter mit Monitoring-Funktion, um Ihre tatsächlichen Erträge zu dokumentieren und die Amortisation zu verfolgen!